
Die Lebensmittelskandale in Europa sowie das Auftreten von BSE (Rinderwahnsinn) oder der Maul- und Klauenseuche haben der Bewegung in letzter Zeit zu einem Aufschwung verholfen. Die verbreitete Ablehnung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel kommt ihr ebenfalls entgegen. Die „Slow Food“-Bewegung setzt auf Qualität gegen billige, industriell gefertigte Nahrung. Sie publiziert auch Italiens besten Führer über Weine, Restaurants und Lebensmittelgeschäfte, den „Gambero Rosso“, der aus einer Beilage der linken Tageszeitung „Il Manifesto“ entstand. Mittlerweile hat sich die Bewegung biologischen Anbaumethoden verschrieben, die gesündere, wenn auch etwas teurere Nahrungsmittel hervorbringen. Man rechnet mit einem gewissen Spielraum in den Brieftaschen der VerbraucherInnen, um der Nahrungsmittelindustrie den Kampf anzusagen.
Petrini betrachtet Slow Food „nicht bloß als Vereinigung von GastronomInnen, sondern als Organisation, die etwas gegen Umweltprobleme und den Hunger auf der Welt unternimmt, ohne auf das Recht auf Genuss zu verzichten“.
Hauptsitz: Via Mendicità Istruita 14, 1
2042 Bra (Cuneo), Italien
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